Tobias Mayer - Mondkarte

Ca. 1750

Während dieser Zeit war es für Mayer im Zusammenhang mit seiner astronomischen Längenermittlung erforderlich, eine Mondkarte so genau wie möglich zu haben. Ein kritischer Vergleich seiner Karte mit einer aktuellen Mondkarte und ein Satellitenfoto des Mondes zeigen, dass er sehr korrekt war.
100 Jahre lang blieb die Genauigkeit von Mayers Mondkarte unangefochten. Die Karte enthält unter anderem Längen- und Breitengrade zum ersten Mal in der Geschichte der Geographie und wurde Selenographie-Koordinaten genannt.
Zu Mayers Lebzeiten wurde die Mondkarte hauptsächlich wegen widersprüchlicher Ideen und mangelnder Repräsentation nicht gedruckt. Es blieb so, bis Georg Christoph Lichtenberg 1775 das erste gedruckte Exemplar anfertigte, später 1791 eine zweite Version für Johann Hieronymus Schroeter.